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Erwiderung
von Jürgen Schwab auf die Besprechung seines Buches
„Volksstaat statt Weltherrschaft“ von Maximilian Ohl
Von
Jürgen Schwab (01.06.2003)
Herrn
Maximilian Ohl
Per E-Brief
Ihre Rezension meines Buches „Volksstaat statt Weltherrschaft“
auf der Weltnetzseite www.eibicht.de
Werter
Herr Ohl,
wie Sie selber schreiben, gehören Sie ja schon seit Jahren
zu meinem Leserkreis. Möglicherweise sehen Sie manche meiner
Standpunkte heute anders als noch vor wenigen Jahren, als wir beide
gemeinsam der NPD angehörten und Sie mein Buch „Deutsche
Bausteine“ in „Deutsche Stimme“ sehr positiv besprochen
hatten. Da mein neues Buch „Volksstaat statt Weltherrschaft“
vom gleichen Grundanliegen bestimmt ist, wie Sie richtig erkannt
haben, suche ich nach den Gründen für Ihren Totalverriß
meines neuen Buches „Volksstaat statt Weltherrschaft“.
Dieser Wandel muß also in Ihrer Person begründet sein.
Für Gesinnungswandel können ja auch ganz andere Gründe
maßgeblich sein, als sie vom Gewendeten nach außen hin
dargestellt werden: zum Beispiel Opportunismus, man möchte
mit seiner „rechtsextremistischen“ Vergangenheit brechen
und dies seinen neuen „verfassungspatriotischen“ Freunden
unter Beweis stellen (Konvertit), oder jemand ist von seinen früheren
Freunden so enttäuscht worden, daß er nun aus der Distanz
heraus blindwütig auf diese und ihr gesamtes Umfeld einschlägt
(Rachsüchtiger). In beiden Fällen würde ich von der
Veröffentlichung von Rezensionen etc. abraten, weil dies nicht
der Sache dient. Man kann natürlich Bücher immer kritisieren
und sogar verreißen, aber immerhin sollte das Buch selber
im Mittelpunkt stehen.
Bei Ihrer Besprechung hatte ich den Eindruck, daß Sie gar
nicht mein Buch oder mich treffen wollten, sondern vielmehr die
Partei, der ich angehöre. Das erreichen Sie natürlich
nicht, da die NPD von einer Weltnetzseite www.eibicht.de überhaupt
nicht gefährdet werden kann. Auch die Anerkennung, die meiner
Person und meinem neuen Buch zuteil wird, kann durch Ihre Besprechung
nicht beschädigt werden.
Aber dennoch möchte ich es nicht versäumen, auf Ihre Standpunkte
nachfolgend einzugehen. Meine Kommentare befinden sich in [eckigen
Klammern].
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Schwab
Elitenirrsinn statt Volksstaat
Fragwürdiger Schwab-Katalog zur „Reform an Haupt und
Gliedern” im Staatsgefüge der Bundesrepublik
Von Maximilian Ohl
Wer die ersten beiden Bücher des früheren „Deutsche
Stimme“-Redakteurs und „Aula”-Mitarbeiters Jürgen
Schwab
[Ich bin nach wie vor Mitarbeiter beider Publikationen!]
aus welchem Grund auch immer verpasst hat, hat jetzt durch die Lektüre
des neuen, im Tübinger Hohenrain-Verlag erschienenen Werkes
„Volksstaat statt Weltherrschaft” die Gelegenheit, das
Versäumte nachzuholen. Zum Teil werden ganze Passagen wortident
übernommen,
[Das klingt ziemlich abschätzig, wobei ich mich frage: warum
denn eigentlich? Zum einen räume ich das selber in meinem Buch
„Volksstaat statt Weltherrschaft“ ein, daß Themen,
die unbedingt dazu gehören und in meinen beiden vorangegangenen
Büchern behandelt wurden, an dieser Stelle in zum Teil überarbeiteter
(drei Bausteine nationaler Politik) oder in aktualisierter und kürzerer
Form (Meinungsfreiheit und Zensur) hier noch einmal behandelt werden.
Das spricht ja nicht gegen die Argumente, daß Sie von einem
Autor zweimal oder öfter behandelt werden. Ich habe bis heute
drei Bücher Hans Herbert von Arnims gelesen und stelle fest,
daß sich vieles wiederholt, aber immer wieder viel neues enthalten
ist. Da Sie den „Volksstaat“ sicherlich genauestens
gelesen haben, werden Sie sicherlich festgestellt haben, daß
über 80 Prozent der Textpassagen völlig neu sind und daß
gerade bezüglich der staatsphilosophischen Einbettung viel
neues enthalten ist. Aber darauf wollten Sie ja in Ihrer Besprechung
gar nicht eingehen, sondern den verrückten Vordenker der „Gewaltsekte
NPD“ hervorkehren ...]
jedenfalls aber bleibt das Grundanliegen das Gleiche.
[Da ich eine Gesinnung habe, wie nicht alle Zeitgenossen, ändert
sich mein politisch-theoretisches Grundanliegen kaum. Somit bleibt
man auch glaubwürdig ...]
Schwab möchte über den Staat reden,
[Schwab redet tatsächlich über den Staat ...]
darüber, wie er sich aus seiner Sicht im Moment darstelle und
darüber, wie er künftig sein solle. Thematisch beginnt
die Abhandlung bei televisionären Schmuddelformaten und endet
beim Konzept eines Ständestaates unter einem quasi monarchischen
Herrscher.
[„Ständestaat“ ist in bezug auf meine Staatstheorie
der falsche Begriff. Der ist bereits durch katholische (Othmar Spann)
und faschistische Autoren (Benito Mussolini) besetzt. Was die Autoren
des politischen Katholizismus’ betrifft, so sind diese in
der Regel gegen einen starken Staat und für starke Berufsstände
(vgl. Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn: Gleichheit oder Freiheit).
Berufsstände sind bei mir ja vorgesehen, aber durch ein starkes
Staatsoberhaupt und vor allem Volksentscheide in ihrem Machteinfluß
deutlich relativiert. Daß Sie auf die Volksentscheide in meinem
Entwurf und die Direktwahl des Staatsoberhauptes nicht einmal in
einem Satz eingegangen sind, paßt natürlich zu Ihrer
Stoßrichtung: „demokratiefeindlicher Nationalist“,
wobei doch geistesgeschichtlich Nationalismus und (wirkliche) Demokratie
zusammengehören. Ein Fälscher muß die Themen immer
so selektieren, daß das erwünschte Ziel zustande kommt
... Aber von Günther Beckstein werden Sie deshalb kein Lob
erwarten dürfen, weil der in einer anderen Liga spielt als
Sie, Herr Ohl!]
Auf dem Weg dorthin offenbart Schwab in nicht zu knappem Ausmaß
so manche Ab-sonderlichkeit
[Oh, das riecht verdammt nach stalinistischer oder austrofaschistischer
Lagerab-schiebung für Absonderliche ...]
oder in seinem Weltbild, was nicht selten die Frage aufwirft, ob
der Verfasser und viele seiner Leser im gleichen Land, ja ob sie
überhaupt auf dem gleichen Planeten leben.
[Leute wie ich und Horst Mahler und Reinhold Oberlercher, die von
Ihnen so geschmäht werden, sind zunächst Geistesmenschen,
die sich gerne von den Wirklichkeitsmenschen als Verrückte
eingruppieren lassen. Meine Empfehlung: Man sollte nicht alles,
was man nicht versteht als verrückt abtun, Herr Ohl ...]
Die Bundesrepublik Deutschland und ihre freiheitlich-demokratische
Grundordnung mutieren bei Schwab zu einem einzigen Sündenpfuhl
[„Sünde“ etc., das ist nicht mein Vokabular, das
ist mir zu katholisch. „Dekadenz“ in Anlehnung an Oswald
Spengler, damit würden Sie mein Grundanliegen in der Beschreibung
der westlichen Wertegemeinschaft treffen.]
an Volksverrätern und fremdbestimmten Führungsschichten,
die planvoll die Vernichtung des deutschen Volkes anstreben, grundlos
aufrechte Patrioten verfolgen und diese mit Dämonisierung und
Zensur belegen würden.
[In Bezug auf das US-Vasallensystem stimmt das. Aber nicht unbedingt
auf die Menschen und selbst nicht auf alle Führungspersonen,
die in ihm wirken und glauben, das beste daraus machen zu können.
Zur Gefährdung der Meinungsfreiheit lesen Sie bitte: Jürgen
Schwab: Die Meinungsdiktatur und meinen Beitrag in „Unterdrückung
und Verfolgung deutscher Patrioten“, Rolf-Josef Eibicht (Hg.).]
Dass dabei selbst die FPÖ und die Republikaner, ja sogar rechtsnationale
Politiker wie Franz Schönhuber
[Franz Schönhuber hat eine andere Meinung bezüglich des
Abstammungsprinzips bei der Staatsbürgerschaft. Ich glaube,
daß meine Position im nationalen Lager mehrheitsfähig
ist. Aber darauf kommt es ja nicht an – das ist ein typisches
Ghettoargument von Ihnen, Herr Ohl: Hat Ihr großes Vorbild
Schönhuber mehr Anhänger oder der Schwab. Sektiererischer
geht es nimmer. Die Frage ist doch vielmehr, mit welchen Themen
kann man – die medialen Mittel vorausgesetzt – mehr
Normalos erreichen als bisher? Und da muß ich feststellen,
daß die „Spiegel“-Redaktion in Sachen GG-Kritik
schon viel radikaler argumentiert als die NPD. Vgl. Sie hierzu meinen
Briefwechsel mit Per Lennart Aae auf www.die-kommenden.net. Meine
These: Wir müssen unsere eigenen Themen gesellschaftsfähig
machen: mit „Gesellschaft“ meine ich die Leser von Spiegel
und FAZ etc. Natürlich ist es in der öffentlichen Wahrnehmung
etwas anderes, wenn der Spiegel das GG verreißt als wenn es
die NPD tut. Ich glaube aber, daß Sie, Herr Ohl, viel tiefer
im rechtsreaktionären Ghetto stecken als Ihnen überhaupt
bewußt ist. Ich selber weiß, daß ich im NPD-Ghetto
stecke und kann somit zumindest versuchen dagegen zu steuern. Es
ist immer eine Frage der Perspektive ...]
in den Verdacht geraten, Wegbereiter eines “langsamen Volkstodes”
zu sein
[der Volkstod wird ohne vollständige Kursänderung in 20-30
Jahren eintreten und kann durch konservative Halbheiten nicht mehr
aufgehalten werden, wegen der Reproduktionsrate der Ausländer
etc. Hier können wir uns sentimentales Geschwätz einfach
nicht mehr leisten.],
engt zusätzlich noch einmal den Kreis jener Deutschen ein,
die diesen Namen nach Schwabs Dafürhalten noch verdienen und
deshalb mit dem Aufbau der von ihm ersehnten “neuen Ordnung”
betraut sein sollten, die übrigens nach eigener Aussage auf
Menschenrechte „gern verzichten” kann.
[Ja, darauf konnte Ihr früheres Vorbild Mussolini auch ganz
gut verzichten! Von dem sind Sie, Herr Ohl, ja seit geraumer Zeit
zur FDGO hin abgerückt – wie im übrigen auch Fini,
der Verräter!]
Am Ende bleibt im Grunde für diese Aufgabe dann auch lediglich
das Umfeld der Null-Komma-Partei NPD übrig
[zuzüglich der eine Million „Spiegel“-Leser, siehe
oben! Was ist denn eigentlich 1998 aus dem Bundestagsmandat von
Rolf-Josef Eibicht auf DVU-Ticket geworden?]
,die grölenden Glatzköpfe ihrer Straßenaufmärsche,
ihre sektiererischen Berufs-funktionäre und ihre aberwitzigen
Revolutionsfantasten wie Oberlercher oder Mahler,
[die beiden produzieren vieles an philosophischen Gedanken, worüber
sich sicherlich streiten läßt. Aber spielt da nicht auch
ein bißchen der Neid des Besitzlosen eine Rolle? Herr Ohl,
denen beiden und noch ein paar anderen „Vordenkern“
mehr können Sie doch nicht das Wasser reichen ...]
um jene „Elite” zu bilden, die allein die absolute Wahrheit
in Gestalt des „lebensrichtigen Menschenbildes”
[das Vertritt die NPD und nicht Mahler und Oberlercher. Sie bringen
ja alles durch-einander, Herr Ohl!]
erkannt hätte und dieses nun langfristig in die politische
Praxis umsetzen sollte.
[Sie scheinen berechtigte Angst davor zu haben, nicht zur „neuen
Elite“ dazuzugehören.]
Schwab klärt dankenswerterweise auch darüber auf, dass
dieses der Ausdruck eines „positiven, idealistischen Deutschtums”
sei und selbstverständlich nichts mit fremdenfeindlichen Straftaten
zu tun hätte, und man fragt sich in der Tat, wie man angesichts
des Gebarens dieser Partei (die Ausländer in Presseerklärungen
als „Zivilokkupanten” bezeichnet
[Eine sehr zutreffende Bezeichnung von Reinhold Oberlercher. Zur
Fremdbesatzung gehören: fremdes Militär, fremde Arbeiter/Menschen,
fremde Kultur und Sprache, fremder Geist (Umerziehung) und fremde
Wirtschaft. Mit den „Zivilokkupanten sind die Fremdarbeiter
gemeint.]
und bekennende Neonationalsozialisten und auch Angehörige gewaltbereiter
Gruppen gerne als Redner und Kongressteilnehmer begrüßt)
überhaupt jemals auf diesen Gedanken kommen könnte...
[Da sind Sie ja messerscharf an einer Kriminalisierung meiner Person
vorbeigeschrammt. Die NPD haben Sie ja bereits in Ihren Ausfällen
auf der Weltnetzseite www.eibicht.de heftig kriminalisiert. Für
Ihren Haß haben Sie ja sicherlich gute persönliche Gründe.
Die böse NPD!]
Dennoch bleibt der „Neue Nationalismus”, für den
er sich stark macht, im Grunde ein alter Hut, zu dem wahllos Versatzstücke
der „Konservativen Revolution”
[Auf die KR verweise ich ja selbst, zu der auch übrigens Carl
Schmitt im weiteren Umfeld gehört, der aber auf einer Weltnetzseite
www.eibicht.de überhaupt nichts verloren hat! Siehe das Carl
Schmitt-Zitat auf der Leitseite. Diese Instrumentalisierung ist
eine Beleidigung eines großen deutschen Denkers!]
von 1919ff. mit populistischen Gemeinplätzen und „Erkenntnissen”
aus den Elfenbeintürmen des völkischen Gettos zusammengeflickt
wurden.
Wenn Schwab das „Abstammungsprinzip” zum politischen
Dogma
[Jede geistige bzw. geistliche Gemeinschaft hat ihre „Dogmen“,
denken sie mal an Freimaurer, Klöster oder an die katholische
Kirche. Da sagen Außenstehende, der Papst „spinnt“
mit seinem Festhalten am katholischen Abendmahl. Natürlich
ist der Papst von außen betrachtet, von Leuten, die ihn nicht
verstehen ein „Spinner“, aber das kann doch dem Papst
egal sein, sofern seine Anhängerzahl nicht abnimmt. Wenn es
so etwas wie den kleinsten gemeinsamen Nenner der NPD gibt, dann
das „völkische Prinzip“, das im großen und
ganzen bis 1999 Grundlage des BRD-Staatsbürgerschaftsrechts
gewesen war und das beispielsweise auch die Deutsche Burschenschaft
(DB) pflegt und dafür heftig von den Systemlingen attackiert
wird. Bei der DB heißt dies „Volkstumsbezogener Vaterlandsbegriff“,
demzufolge Ihre österreichischen Verwandten, Herr Ohl, in einen
bundesdeutschen DB-Bund aufge-nommen werden dürfen, jedoch
ein in der BRD lebender Türke mit BRD-Paß nicht. Was
man ist, steht ja auch nicht im Paß ... Im übrigen dürfte
auch die große Mehrheit der Deutschen so denken. Und den Neger
respektiert man in seiner afrikanischen Nationalität am besten,
indem man ihm den Zugang zur deutschen Volksgemeinschaft verweigert.]
erhebt, ohne auch nur daran zu denken, dass die Situation der Revolutionäre
zu Zeiten der deutschen Zersplitterung im 19.Jahrhundert sich doch
in manchen Bereichen von jener des doch in seiner Substanz weitgehend
gesicherten deutschen Nationalstaats von heute unterscheiden könnte,
erklärt er die deutsche Nation faktisch zu einem unwandelbaren
Museumsstück
[In meinem Buch „Volksstaat“ wird eine zahlenmäßig
begrenzte ethnische Vermischung mit anderen europäischen Nationen
zwar nicht gefordert, aber aus der historischen Erfahrung heraus
akzeptiert. Nicht erwünscht ist die Vermischung mit Nicht-Europäern.
Das deutsche „Museum“ existiert also nur in Ihrer Phantasie,
Herr Ohl! Werden die Deutschen erst die amerikanische Fremdherrschaft
abgeschüttelt haben, so werden sie ihre eigene Kultur weiterentwickeln
können. Ihre primitive Gleichung „Volkstum gleich volksdümmlich“
ist reine Umerziehungspropaganda.]
, das des Denkmalschutzes für die Ewigkeit bedürfte, um
überleben zu können. Wer nicht über Generationen
hinweg eine “rein deutsche” Abstammung aufweist, würde
nach Schwab auch dann nicht zur deutschen Nation gehören können,
wenn er täglich auf dem Berliner Ku-Damm das Deutschlandlied
in sämtlichen Strophen singt.
[Natürlich wird ein in Berlin lebender Türke nicht dadurch
zum Deutschen, indem er das Lied der Deutschen singt. Davon abgesehen,
daß man einen solchen Türken auf seine geistige Verfaßtheit
überprüfen sollte – und zwar durch seine eigenen
Landsleute. So viele geistig-kulturell Verwirrte haben die Türken
aber sicherlich nicht wie wir Deutsche heute.]
Da Schwabs Konzept auch die Rückführung von herkunftsmäßigen
Ausländern mit einschließt, die bereits seit Jahrzehnten
einen deutschen Pass besitzen, offenbart sich, dass er einen Stilbruch
gegenüber der Gedankenwelt der Deutschen Revolution von 1848
dort nicht scheut
[Herr Ohl, haben Sie mein Buch überhaupt richtig gelesen, wo
stelle ich mich denn in die Tradition der 1848er Tradition? Mit
der gehe ich doch sehr kritisch um! Bei Ihnen kommt ja alles durcheinander:
Rechtsextremismus, NPD, Schwab, Mahler, Oberlercher, Lebensrichtiges
Menschenbild, 1848er Revolution, Konservative Revolution, Glatzen,
völkisches Verbrechertum und so weiter und so fort ... ]
, wo ihm das Festhalten an der Tradition als inopportun erscheinen
würde: Eine solche Maßnahme würde nämlich voraussetzen,
dass so ziemlich alle tragenden Prinzipien des Grundgesetzes, das
ja zu einem nicht geringen Anteil auf die damaligen Ziele eines
demokratischen Verfassungsstaates zurückgreift, in der “neuen
Ordnung” nicht mehr gelten würden.
Jenes Deutschland, das Schwab und den Vordenkern seines “Neuen
Nationalismus” vorschwebt, würde zwar ohne Ausländer
und ohne Mitgliedschaft in internationalen Organisationen auskommen
[Ihre Behauptungen sind völlig aus der Luft gegriffen. Selbst
im bösen Dritten Reich hat es Ausländer gegeben, die in
Deutschland freiwillig auf Zeit lebten und arbeiteten. Es ist immer
eine Frage von Quantität und Qualität. Die Mitgliedschaft
eines neuen deutschen Staates in anderen Vereinten Nationen, in
einem Rat eines europäischen Staatenbundes und einer kerneuropäischen
Verteidigungsallianz kann ich mir sehr wohl vorstellen. Aber eben
nicht in dieser EU und vor allem nicht in der NATO. Das sieht Ihr
großes leuchtendes Vorbild Franz Schönhuber ähnlich,
den Sie immer fürchterlich instrumentalisieren.]
Beides, dafür wäre es aber immerhin mit der Errungenschaft
eines Parlaments gesegnet, das nur noch drei Parteien aufweisen
dürfte, nämlich eine für die Arbeiter, eine für
die Grundbesitzer und eines für die Eigner von Produktionsmitteln,
wobei nicht ganz klar ist, worunter dabei etwa jener Kohlekumpel
fallen soll, der sich vom Ersparten eine kleine Datsche mit Garten
am Stadtrand kauft und dort gelegentlich mithilfe von Vorrichtungen,
die gleichfalls in seinem Eigentum stehen, Schnaps brennt.
[Das soll witzig klingen, offenbart aber nur Ihre beschränkten
intellektuellen Möglichkeiten. Zu meinen Vorstellungen, wie
ich Sie in meinem Buch dargelegt habe, nur so viel: Alle BRD-Parteien,
wirklich alle, sind im neuen deutschen Staat verboten! Der Eintritt
in eine der neuen Parteien ist freiwillig möglich. Somit liegt
es in der Wahlfreiheit „Ihres“ Kohlekumpels, wohin er
tendiert. Wahrscheinlich wird er keiner Partei beitreten, oder in
diejenige, die seinem Milieu am ehesten entspricht: in die Arbeiterpartei.
Wenn er sich in seiner Freizeit durchs Schnapsbrennen ein paar Mark
hinzuverdient, wäre das für ihn wohl nicht so gewichtig.
Würde er damit millionenschwere Gewinne machen, dann würde
er sich wahrscheinlich selbst als Unternehmer eingruppieren und
wohl keine Zeit mehr haben, unter Tage zu arbeiten. Warum haben
Sie eigentlich die Partei der „Unabhängigen“ in
Ihrer Besprechung unterschlagen, Herr Ohl? Mit der könnte Ihr
Kohlekumpel vielleicht auch zufrieden sein ...]
Das Wahlrecht würde sich zudem nach der Zugehörigkeit
zur Berufsgruppe des Einzelnen bestimmen, einen prägenden Einfluss
auf die Staatsgeschäfte würden ständische Körperschaften
(und dabei wohl vor allem ihre Funktionäre) erlangen. Bürokratenwillkür
und Verwaltungsapparate, die selbst realsozialistische Verhältnisse
spielend in den Schatten stellen, wären dadurch vermutlich
vorprogrammiert.
[Vor ein paar Jahren hat mich mal ein österreichischer Neofaschist
darauf hingewiesen, daß es im heutigen Österreich so
einen berufsständischen Ansatz gibt – nämlich ein
berufsständisches Kammernsystem. Nur in Österreich wird
alles überwölbt durch das Parteienparlament, durch den
Nationalrat in Wien. Hier hat sich der politische Denker für
eine Option zu entscheiden, Herr Ohl!]
gibt es ja noch – Immerhin würde uns auf diese Weise
vielleicht der Spaßwahlkampf eines Guido Westerwelle erspart
bleiben...
[Sehr richtig, damit wäre schon viel gewonnen!]
Auch wer mit Recht so manche Heuchelei und Doppelmoral anprangert,
die dem “Kampf gegen Rechts” in einigen Institutionen
innewohnt, auch wer nicht ohne jede ugliche Eliten durch gleiche,
freie und geheime Wahl auszuwechseln.
[Diese Mißgeburt von Satz, Herr Ohl, offenbart Ihr ganzes
„denkerisches“ Dilemma. Sie w o l l e n offenbar viel
und können nur wenig zustande bringen ... Wer nicht einmal
gerade Sätze formulieren kann, wie will der den „Irrsinn“
anderer Leute überhaupt beurteilen können?]
Auch sonst bleibt verborgen, aus welchem Grunde das deutsche Volk
sich vom bewährten und vorbildlichen Grundgesetz
[Die etablierten geistigen Eliten rücken immer mehr vom alliierten
GG ab, von bürgerlichen Wissenschaftlern wie Hans Herbert von
Arnim, Erwin Scheuch und Arnulf Baring bis hin zur „Spiegel“-Redaktion
und natürlich die Nationalrevolutionäre in der NPD nicht
zu vergessen. Die Prätorianer des GG versammeln sich heute
nur noch in CDU und CSU und in rechtsreaktionären Sekten in
deren Schlepptau: wie auf der Weltnetzseite www.eibicht.de. Dort
wird das GG, die FDGO, die sogenannte „parlamentarische Demokratie“
und natürlich die deutsch-amerikanische Freundschaft zum Dogma
erhoben. Dafür immer feste die Moslems kloppen, die zwar als
Türken in der BRD bleiben sollen, aber in die westliche (christlich-abendländische)
Wertegemeinschaft zu überführen sind. Das alles fasse
ich als die Präsentation des Programms der amerikanischen Umerziehung
zusammen. Die Bezeichnungen „Patriotismus“ und „Konservativismus“
stellen eine schlecht aufgelegte Maske dar. Wirklich „konservativ“
ist das alte Preußen, das Zweite Deutsche Kaiserreich und
der österreichisch katholische Konservativismus eines Othmar
Spann mit seinem „Wahren Staat“. Die alle würden
heute als GG-„Verfassungsfeinde“ gelten. „Verfassungsfeinde“
ohne Verfassung!]
zu Gunsten des ungewissen Abenteuers eines Schwab`schen “Volksstaates”
trennen sollte, der doch eher einen Elitenirrsinn verkörpern
würde.
Immerhin lässt die freiheitlich-demokratische Grundordnung
der Bundesrepublik Deutschland Jürgen Schwab und seinen Mitstreitern
die Freiheit, sie zu diffamieren und an ihrer Stelle faktisch die
Diktatur einer selbst ernannten Gegenelite in Gestalt einer Art
völkischen Klerus` zu fordern, ohne durch die Anwendung von
Willkürgesetzen oder auch nur durch Indizierung die Verbreitung
solcher Thesen zu behindern.
Umgekehrt gewährleistet sie dadurch aber auch die Freiheit
des mündigen Bürgers, auf den Erwerb von Pamphleten dieser
Art zu verzichten oder diese mit Kopfschütteln oder gar zu
Zwecken der Belustigung zu lesen. Letzteres könnte man in Anbetracht
des Inhaltes der Schrift durchaus auch als Ausdruck von Souveränität
begreifen.
[Ihre Gelassenheit ist nur gespielt, Herr Ohl. Ihr Haß gegen
alles Nationalrevolutionäre und vor allem gegen die NPD ist
unverkennbar, geistlos und politisch unproduktiv! Ihre Simulation
eines CDU-Konservativismus auf www.eibicht.de ist äußerst
lächerlich. Von den Schäubles werden Sie doch gar nicht
ernstgenommen ... Rolf-Josef Eibicht hat doch bereits das gesamte
rechte Ghetto durchlaufen, wie Sie doch im übrigen auch.]
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